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Johann Berger

Johann Berger

1676

erste Erwähnung eines namentlich nicht genannten Einsiedlers

1697

Andreas Pogner

1729

Josef Daller

1840-1884

Johann Kreier, verstarb beim Läuten des Morgenave

1884-1886

Felician Obermair

1887-1931

Johann Berger (“Berger-Hansl”)

1931-1933

Beatus Brettschneider

1934-1944

Klaus Hönigmann

1944-1950

Thomas Fahringer

1950

Hans Schreder

1950-1953

Wenzel Wild

1953

Karl Prötsch

1954-1998

Josef Schmidhofer (“Bruder Sola”)

Der Einsiedler von Thierberg

In der Wildnis vor der Hütte
Saß der Klausner hoch an Jahren
An der Abendsonne; freundlich
Spielt der West mit seinen Haaren

Der vergang´nen Zeit gedacht´ er:
Wie er focht ein junger Krieger
Über spröde Mädchenherzen
Triumphiert als kecker Sieger.

Wie die Welt auf allen Seiten
Ihn belogen, ihn betrogen,
Bis er endlich, Ruh´ zu finden,
In die Einsamkeit gezogen.

Ohne Wünsche Selbstverleugnung
Hat geholfen ihm zum Frieden;
Gleich und gleich, er zählte nicht mehr,
Sind die Tag ihm hingeschieden.

Während er in heil´ger Wehmuth
Sann, schwebt aus dem Abendrothe,
Ihn zu rufen in die Heimat,
Nieder der verklärte Bote.

"Kommst du endlich", sprach der Klausner
"Weil ich deiner stets gedachte,
Wenn ich mich zur Ruhe legte,
Wenn des Morgens ich erwachte.

Sieh´ bereit mich; - sterbensfreudig
Fühl ich wachsen schon die Schwingen,
Aber eh ich scheide, soll noch
Hier die Abendglocke klingen."

Langsam schritt er in das Kirchlein,
Zog an dem geweihten Strange,
Ave Maria! - er entglitt ihm
Aus der Hand beim letzten Klange.

Adolf Pichler (1819 -1900)

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